Archiv für die Kategorie ‘Klima’

Abholzung und ihre Folgen

Freitag, 15. April 2011
Sojafarmen und Rinderfarmen sind in Brasilien zunehmend dort entstanden, wo Regenwälder abgeholzt wurden. Beides trägt vor allem zum Fleischkonsum in Europa bei, wohin das Fleisch ebenso exportiert wird wie das Soja, das in Europa als Tierfutter genutzt wird und die Produktionskosten und Preise von Fleisch verringert. Den Preis für das billige Fleisch aber zahlt die Umwelt, die durch die Abholzung der Regenwälder vielfachen und irreversiblen Schaden erleidet: Der Kahlschlag am Amazonas verringert weltweit die Niederschlagsmengen, schon bald könnten sich deshalb dort, wo immer weniger Regenwälder zu finden sind, Savannen ausbreiten.
 
Auch der Polar-Jet, ein schmales Starkwindfeld in den oberen Schichten der Atmosphäre könnte sich verschieben – mit unabsehbaren Folgen. Vor allem aber verlieren die abgeholzten Flächen die Fähigkeit der Wälder, Kohlendioxid zu speichern. Allein die Wälder am Amazonas besitzen ein geschätztes Speichervolumen von 140 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid. Das ist in etwa die Menge, die alle Menschen auf der Erde in zehn Jahren freisetzen. Gerade Brasilien aber hat große Probleme, dem Kahlschlag der Wälder Einhalt zu gebieten:
Für viele Bauern dort ist die Abholzung und der damit verbundene Landgewinn eine entscheidende Existenzgrundlage.

unser steigender Meeresspiegel

Dienstag, 08. März 2011
Dass der Meeresspiegel steigt, ist längst erwiesen, wie sehr, darüber gibt es noch verschiedene Katastrophenszenarien. Gehen vorsichtige Schätzungen davon aus, dass der Meeresspiegel bis Ende des 21. Jahrhunderts und etwa einen halben Meter steigen wird, halten andere Berechnungen extremere und doch mögliche Szenarien für denkbar, die für diesen Zeitraum einen Anstieg um bis zu zwei Metern prognostizieren. Zentral verantwortlich ist keineswegs das Abschmelzen der Eisberge, sondern die thermische Ausdehnung der Meere: Hier schlägt eine Erwärmung des Wassers um ein Grad Celsius mit bis zu 40 Zentimetern zu Buche. Und selbst bei einer sofortigen Reduzierung aller Treibhausgase und einem sofortigen Ende der Lufterwärmung, würde die thermische Ausdehnung der Meere sich ungebremst fortsetzen, da sie vor allem von einem Austausch zwischen kalten und wärmeren Wassermassen bedingt wird.

Ein Anstieg von einem Meter weltweit würde die Überschwemmung von 150 000 Quadratkilomtern Landfläche bedeuten. 180 Millionen Menschen wären betroffen. Zu den am stärksten gefährdeten Regionen gehören Bangladesch, Ägypten, Pakistan, Indonesien und Thailand. Allein in Bangladesch leben zehn Millionen Menschen nicht höher als einen Meter über dem Meeresspiegel. Bei einem Anstieg um einen Meter müssten hier insgesamt 70 Millionen Menschen umgesiedelt werden. Andere Regionen, vor allem Inseln im Pazifischen Ozean ebenso wie die Halligen vor der deutschen Nordseeküste, müssen damit rechnen, völlig im Meer zu versinken.

Kraftwerke sollen statt Kohle künftig Biomasse verwenden

Montag, 15. November 2010

Der Rauch aus den Kraftwerkschornsteinen in Großstädten soll künftig aus Biomasse statt aus Kohle kommen. »Wir wollen Kohle aus allen Kraftwerken in den größeren Städten durch Biomasse ersetzen«, erklärte Klima- und Energieministerin Lykke Friis (Venstre) ges­tern.
Die fünf größten Kraftwerke sowie der Dreieckbereich Kolding, Vejle, Fredericia sollten kohlefrei werden. Das würde ein Viertel aller in Dänemark verfeuerten Kohle einsparen und den dänischen CO 2-Ausstoß um drei bis fünf Prozent verringern.


»Das ist eine fantastische Kehrtwendung der Regierung«, begrüßte die um­weltpolitische Sprecherin der Sozialdemokraten, Mette Gjerskov, das Friis-Vorhaben. Erst vor zwei Jahren ha­be die Regierung ein Ge­setz ge­macht, das den Kraftwerken die Möglichkeit ge­be, mehr Kohle zu verfeuern.

 

 

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Klimapolitik

Montag, 31. Mai 2010

Unter Klimapolitik versteht man politische Maßnahmen zum Klimaschutz  auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene. Ziel der Klimapolitik ist es, die Geschwindigkeit und die Auswirkungen der Globalen Erwärmung zu reduzieren bzw. zu stoppen. Hauptsächliches Mittel dazu ist die Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen, da diese für die Erwärmung des Erdklimas (Treibhauseffekt) verantwortlich gemacht werden. Ein weiteres starkes Mittel ist die Wiederherstellung von (Regen)wäldern als Kohlenstoffsenken, um die Natur wieder ins normale CO2-Gleichgewicht zu bringen, da Pflanzen bei ihrem Wachstum CO2 in Sauerstoff umsetzen. (weiterlesen…)