Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

ein kleiner Test

Dienstag, 04. Oktober 2011

Dieser Artikel beschreibt einen kleinen Test, wie Google Seiten aus seiner Ergebnisliste entfernt. es wird hier versucht eine ganz bestimmte Seite aus einer definierten Datenbankabfrage in den Google Ergebnissen zu beseitigen:

http://adobase.com/index.php?go2=6&city=Hamm&street=Stockumer%20Stra%DFe

mal sehen, was in einigen tagen mit dieser Seite passiert.

Der Energiemarkt kann’s nicht richten

Sonntag, 31. Oktober 2010

Die Einspeisevergütung steht wegen der hohen Kosten des Solarstroms in der Kritik. Doch eine schnelle Energiewende ist allein über den Emissionshandel nicht zu schaffen.

Seit der Einführung des EU-weiten Emissionshandels im Jahr 2005 ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zunehmend unter Beschuss geraten. Kritik kommt nicht nur aus den Reihen von Politikern und Wirtschaftsvertretern, auch renommierte Ökonomen stimmen in den Chor ein: Mit der Einführung des Emissionshandels werde die Förderung erneuerbarer Energien im Stromsektor überflüssig. Das EEG führe seither wegen der festen Deckelung der Emissionen zu keiner zusätzlichen Verringerung der CO2-Last mehr.

Die jüngste Erhöhung der sogenannten EEG-Umlage auf den Strompreis ab 2011 hat der Kritik neue Nahrung gegeben. Mit der Förderung von Exoten wie der Fotovoltaik werde die Emissionsminderung beim Strom viel zu teuer erkauft, argumentieren die EEG-Gegner. Das verzerre und verteuere die Vermeidungsaktivitäten der Stromerzeuger. Ohne zusätzliche Dividende für den Klimaschutz stiegen lediglich die gesamtwirtschaftlichen Kosten der vorgegebenen Zielerfüllung. Aus diesen Überlegungen resultiert zwangsläufig die Empfehlung, das EEG abzuschaffen.
Die Logik dieser Argumentation mutet auf den ersten Blick bestechend an. Die Überlegungen beruhen freilich auf einer ganzen Reihe vereinfachender theoretischer Annahmen, deren Geltung in der realen Welt mehr als fraglich erscheint. Dabei gibt es gute Argumente für das Erneuerbare-Energien-Gesetz.
 
Kein perfekter Markt
Den EEG-Kritikern erscheinen Märkte a priori als überlegenes Entdeckungsverfahren für CO2-Minderungsoptionen und den effizienten Technologiemix. In der Realität haben wir es jedoch bei der Stromerzeugung weder mit einem verzerrungsfreien Wettbewerbsmarkt zu tun noch beim Emissionshandel mit einem perfekten Preisfinder für CO2. Die Technologiewahl, um die es hier geht, liegt auch nicht ausschließlich bei den Stromerzeugern, die einfach ihre Optimierungsberechnungen anwenden. Stattdessen handelt es sich um ein komplexes Entscheidungsfeld, das von wechselseitigen Abhängigkeiten, Wissens-Spillovers und komplementären technischen und organisatorischen Infrastrukturentscheidungen geprägt ist. Zudem stehen wir unter Zeitdruck, da bereits auf mittlere Frist nach dem aktuellen "Energiekonzept" der Bundesregierung eine erhebliche Dekarbonisierung des Stromsektors gelingen soll.

Kraftwerke sollen statt Kohle künftig Biomasse verwenden

Mittwoch, 15. September 2010

Der Rauch aus den Kraftwerkschornsteinen in Großstädten soll künftig aus Biomasse statt aus Kohle kommen. »Wir wollen Kohle aus allen Kraftwerken in den größeren Städten durch Biomasse ersetzen«, erklärte Klima- und Energieministerin Lykke Friis (Venstre) ges­tern.
Die fünf größten Kraftwerke sowie der Dreieckbereich Kolding, Vejle, Fredericia sollten kohlefrei werden. Das würde ein Viertel aller in Dänemark verfeuerten Kohle einsparen und den dänischen CO 2-Ausstoß um drei bis fünf Prozent verringern.


»Das ist eine fantastische Kehrtwendung der Regierung«, begrüßte die um­weltpolitische Sprecherin der Sozialdemokraten, Mette Gjerskov, das Friis-Vorhaben. Erst vor zwei Jahren ha­be die Regierung ein Ge­setz ge­macht, das den Kraftwerken die Möglichkeit ge­be, mehr Kohle zu verfeuern.
Dänemark müsse auch sicherstellen, dass ein Großteil der Biomasse aus Dänemark komme und nicht als Import von Holzschnitzeln, sagte die klimapolitische Sprecherin der Sozialistischen Volkspartei, Anne Grete Holmsgaard. Man könne auch überflüssiges Stroh verwenden.


 

Von einer »guten Meldung« sprach Vizedirektor Thomas Dalsgaard von Dong Energy. »Ich hoffe, dass die gesetzlichen Hindernisse zum Verbrennen von Biomasse jetzt aus dem Weg geräumt werden.«

Hier handelt es sich um ein Alarmzeichen

Dienstag, 31. August 2010

Gerd Langguth: Eine solche Aktion hat es nicht einmal zu Zeiten des Umweltministers Jürgen Trittin gegeben. Hier handelt es sich um ein Alarmzeichen. Deutschland ist auf verlässliche und preiswerte Energie angewiesen, mehr als jedes andere Land. Deutschland hat den höchsten Wertschöpfungsanteil in der industriellen Produktion in Europa. Dafür braucht Deutschland billigen Strom, woran Wachstum und Arbeitsplätze hängen. Wir sind doppelt so energieeffizient wie die USA und sechsmal wie China. Wenn die deutsche Umweltpolitik zu ambitioniert ist, führt das zu einer Verdrängung der Industrie. Da andere Länder es mit ihrem Umweltengagement bei der Verfolgung ihrer wirtschaftlichen Interessen nicht so ernst nehmen, kann es zu einem Verdrängungsprozess kommen, der die Klimabelastung dann steigen ließe und bei uns Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Wachstum kostet.

DIE WELT: Was hat Sie an der Aktion besonders überrascht?

Langguth: So deutlich wie jetzt hat es die Industrie – bei den Unterzeichnern handelt es sich ja nicht nur um die vier großen Energiekonzerne – bisher noch nicht gesagt, dass die Umweltpolitik der Regierung mit ihrer Fixierung auf den Klimaschutz zum Schaden für die Industrie zu werden droht.

DIE WELT: Welche Folgen hat der Appell für Bundeskanzlerin Merkel und Umweltminister Röttgen?
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Langguth: Wenn ein christdemokratischer Minister Umweltpolitik gegen die Industrie macht, dann fällt das auf die Gesamt-Union zurück. Die Kanzlerin muss darauf achten, dass ihre Wirtschaftspolitik nicht zu sehr ins Ökologische abrutscht. Die Wirtschaftskompetenz muss das Markenzeichen der CDU bleiben. Wenn das auf Dauer ramponiert wird, entledigt sie sich eines Großteils ihrer bisherigen Stammwähler. Als eine CO2-Partei hat die CDU keine Chance. Die Aktion zielt zwar gegen die industriekritische Politik des Umweltministers. Interessant ist, welche Schlussfolgerungen Merkel daraus zieht. Röttgen hat einerseits als Newcomer in der Umweltpolitik bislang versucht, sich für jedermann sichtbar eher zum Verbündeten der Öko-Szene zu machen, gegen deren geballten Widerstand es für jeden Umweltminister schwer ist, an inhaltlichem Profil zu gewinnen. Andererseits ist er mit manchen seiner Vorstellungen über den Koalitionsvertrag hinausgegangen. Es ist jetzt zu erwarten, dass sich Merkel bald erklärt.

DIE WELT: Inwieweit erleben wir hier eine Demontage von Röttgen? (weiterlesen…)