Abholzung und ihre Folgen

Sojafarmen und Rinderfarmen sind in Brasilien zunehmend dort entstanden, wo Regenwälder abgeholzt wurden. Beides trägt vor allem zum Fleischkonsum in Europa bei, wohin das Fleisch ebenso exportiert wird wie das Soja, das in Europa als Tierfutter genutzt wird und die Produktionskosten und Preise von Fleisch verringert. Den Preis für das billige Fleisch aber zahlt die Umwelt, die durch die Abholzung der Regenwälder vielfachen und irreversiblen Schaden erleidet: Der Kahlschlag am Amazonas verringert weltweit die Niederschlagsmengen, schon bald könnten sich deshalb dort, wo immer weniger Regenwälder zu finden sind, Savannen ausbreiten.
 
Auch der Polar-Jet, ein schmales Starkwindfeld in den oberen Schichten der Atmosphäre könnte sich verschieben – mit unabsehbaren Folgen. Vor allem aber verlieren die abgeholzten Flächen die Fähigkeit der Wälder, Kohlendioxid zu speichern. Allein die Wälder am Amazonas besitzen ein geschätztes Speichervolumen von 140 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid. Das ist in etwa die Menge, die alle Menschen auf der Erde in zehn Jahren freisetzen. Gerade Brasilien aber hat große Probleme, dem Kahlschlag der Wälder Einhalt zu gebieten:
Für viele Bauern dort ist die Abholzung und der damit verbundene Landgewinn eine entscheidende Existenzgrundlage.

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